Wie sich Innenstädte nach Galeria-Insolvenz entwickeln können

Mit der Signa-Pleite und dem Aus für viele Kaufhof-Filialen verändern sich die Innenstädte, etwa in Esslingen und Stuttgart. Aber was kann kommen, wenn Einkaufen nicht mehr im Vordergrund steht?

Vorkaufsrecht für Kaufhof Eberhardstraße rechtzeitig ausgeübtIn Stuttgart gehört das ehemalige Kaufhof-Gebäude in der Eberhardstraße seit dem 1. Februar wieder der Stadt. Die Stadt Stuttgart hatte bereits 2020 ihr Vorkaufsrecht für das Warenhaus samt Parkhaus ausgeübt - noch bevor das endgültige Aus für die Filiale klar war und damit auch lange vor der Insolvenz der Signa-Gruppe von René Benko. Die Signa als Eigentümerin hatte dagegen geklagt, es folgten lange Verhandlungen. Im März vergangenen Jahres hatte die Signa dann ihre Pläne mit dem Gebäude verworfen und den Weg für die Stadt freigemacht.Darüber herrscht jetzt Erleichterung. Es zeige sich, dass es richtig war, dass sich der ehemalige Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) dafür eingesetzt hat, das Vorkaufsrecht auszuüben, sagen die beiden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Gemeinderat, Petra Rühle und Björn Peterhoff. "Im Nachhinein sehen wir auch, dass OB Frank Nopper und die Mehrheit im Rat Benko und Signa beinahe auf den Leim gegangen wären", so Rühle. "Zum Glück nahm es ein gutes Ende für Stuttgart."Zwischennutzung für zwei oder drei JahreZum ehemaligen Kaufhof Eberhardstraße gehört auch das Parkhaus an der Steinstraße. Insofern geht es um die Zukunft von zwei Standorten. Jetzt soll im Gemeinderat möglichst schnell über Konzepte entschieden werden, erst einmal für eine möglichst vielfältige Zwischennutzung von zwei Jahren, dann für die Zeit danach. Wahrscheinlich ist, dass das Parkhaus abgerissen wird. Bis zum Abriss hat die Grünen-Fraktion im Gemeinderat schon eine Idee, was man machen könnte und einen entsprechenden Antrag gestellt: Begrünung. Auch die CDU-Fraktion ist Fan dieser Idee.

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